Habt ihr eigentlich einen Adventkalender. Ich meine nicht den für die Kinder, sondern für euch?
Oder seid ihr schon erwachsen und braucht keine Brücke mehr mit Motivation durch Süssigkeiten oder kommerzialisierter Minimassenware? Fürs Warten auf etwas , das eigentlich gar nichts zu tun hat, mit irgendwelchen dieser Produkte.
Genau das meine ich mit Verschwinden der Kindheit. Auch als Erwachsene bleiben sie gewisser Infantilität verhaftet. Keine Kindheit, kein richtig Erwachsener. Leider.
Ich jedenfalls habe mir vorgenommen, meinen eigenen Advent zu gestalten. Diese Freude habe ich mir gegönnt, warten zu können, verzichten, um sich dann umso mehr zu freuen. Gehirntechnisch ein kluger Schachzug.
Jeden Tag etwas zu machen, wo nur der andere was davon hat. Aber letztendlich habe ich schon etwas davon. Oxytocin breitet sich in meinem Körper aus. DAS Glückshormon. Das wird in übervollem Masse ausgeschüttet, wenn man etwas für andere macht, ganz unentgeltlich und frei von eigenen Erwartungen z.B.: Lob.
Bin ich deshalb so ein zufriedener Mensch. Anstatt zu raunzen, kritisieren und immer mit dem Gefühl herum zu laufen, zu kurz zu kommen setze ich ehrenamtlich meine Talente ein und wundere mich immer wieder, was da alles an Wertschätzung und Anerkennung zurückkommt.
Gehirntechnisch ist das ja erwiesen, dass das sehr viel Glück macht.
Ich glaube es sofort.
